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Schokolade: So gesund ist die dunkle Versuchung

07. Juli 2021

Sie schmeckt als Dessert oder im Kuchen und gilt als Ersthelfer bei Stress und Liebeskummer: Schokolade. So lecker die süße Versuchung auch ist, man sollte sie nicht täglich in rauen Mengen vertilgen. Mit ihrer hohen Energiedichte und dem enthaltenen Zucker kann Schokolade die Entstehung von Übergewicht und Karies fördern. Trotz den ungesunden Effekten der Süßigkeit, kann sich Schokolade auch positiv auf Körper und Seele auswirken. Denn im Kakao stecken viele Pflanzenstoffe mit heilender Wirkung.

Kakao liefert die gesunden Wirkstoffe

Die gesunde Kakaobohne wächst im tropischen Klima und stammt ursprünglich aus Südamerika, inzwischen wird Kakao aber auch in Teilen Afrikas angebaut. Verwendung findet die bittere Bohne schon seit Jahrtausenden. Die Früchte des Kakaobaumes zählen botanisch eigentlich zu den Beerenfrüchten. Zur Herstellung werden die Samen der Frucht verwendet, womit die Bezeichnung "Kakaobohne" letztlich irreführend ist.

Auch wenn Schokolade in großen Mengen dick macht und die ungesunden Aspekte durch Zucker und Fett überwiegen, können kleine Mengen der Nascherei sehr gesund sein. Die positiven Effekte der Schokolade sind dem Kakao zuzuschreiben. Deshalb gilt: Je dunkler die Schokolade, desto besser. Zartbitterschokolade etwa enthält deutlich mehr Kakao als Vollmilchschokolade.

Cholesterin: So beeinflusst dunkle Schokolade die Blutfettwerte

Cholesterin ist ein lebensnotwendiges Fett, dass zu einem Großteil im Körper selbst hergestellt wird, aber auch über die Nahrung (insbesondere tierische Produkte wie Fleisch, Wurst und Butter) aufgenommen wird. Es ist wichtiger Zellbestandteil und zudem wichtiger Baustein für Hormone, wie Testosteron und Östrogen. Zu viel Cholesterin im Blut ist allerdings schädlich. Es kann sich in den Blutgefäßen anlagern und diese verstopfen. Vor allem das LDL-Cholesterin schadet dem Körper.

Zwar gehört Schokolade zu den fettreichen Lebensmitteln, doch wirkt sie sich Studien zufolge trotzdem positiv auf die Blutfettwerte aus und senkt das schädliche LDL-Cholesterin, welches die Entstehung von Arteriosklerose und in Folge Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigen kann.

Schokolade schützt das Herz

Nicht nur bei Liebeskummer hilft Schokolade dabei, das gebrochene Herz wieder zu kitten. Sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Flavanole, im Kakao wirken sich auch gesundheitsfördernd auf das Herz aus, sie beugen Bluthochdruck vor und schützen die Blutgefäße. Als besonders herzgesund gilt hierbei dunkle Schokolade, da in dieser Sorte der Anteil der schützenden Substanzen höher ist als in weißer oder Milchschokolade. Trotz der positiven Wirkung für Herz und Gefäße sollte auf einen mäßigen Verzehr geachtet werden, denn Übergewicht und der übermäßige Konsum von Zucker stehen der gesunden Wirkung entgegen.

Schokolade anstatt Hustensaft?

Eine britische Forschungsgruppe konnte feststellen, dass ein natürlicher Inhaltsstoff von Bitterschokolade noch wirksamer gegen Husten ist als Codein – ein häufig eingesetzter Wirkstoff aus der Gruppe der Opiate. Zwei Wochen lang erhielten die Proband*innen ihrer Studie täglich ein Gramm des natürlichen Kakaoinhaltsstoffs Theobromin. Das Alkaloid entspannt Muskeln, erweitert Gefäße und stimuliert Nerven. Die Wissenschaftler*innen empfehlen daher, bei Husten etwas Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil zu konsumieren. Da Schokolade allerdings viele Kalorien enthält, sollte man darauf achten, Kalorien an anderer Stelle einzusparen, um den täglichen Bedarf nicht zu überschreiten.

Helfer gegen Lampenfieber

Wem Vorträge und Lampenfieber sehr zu schaffen machen, der kann von der Anti-Stress-Wirkung der Bitterschokolade profitieren. Das rät ein Forschungsteam der Universitäten Bern und Zürich. Es wird vermutet, dass bestimmte Kakaobestandteile, die Flavonoide, für die entspannende Wirkung verantwortlich sind. Die Studienteilnehmer*innen, die Bitterschokolade gegessen hatten, schütteten weniger von den Nebennieren-Stresshormonen Cortisol und Adrenalin aus als die Placebo-Gruppe. Je höher dabei die Flavonoidspiegel im Blut waren, desto geringer fiel die Belastung mit Stresshormonen aus.

Guter Schlaf und gute Laune durch Schokolade

In Kakao steckt sogenanntes Tryptophan: Eiweißbausteine, die die Serotoninbildung fördern. Das Glückshormon steuert wiederum die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Auch in Milch ist Tryptophan enthalten. Ein Kakao am Abend (25 Gramm Zartbitterschokolade in einer Tasse mit heißer Milch auflösen) hilft also doppelt gut. Es gibt auch Fertig-Kakaos, die zusätzlich mit schlaffördernden Vitalstoffen und Kräuterextrakten wie Hopfen, Lavendel und Melisse angereichert sind. Manchen dieser Produkte wird allerdings viel Zucker zugesetzt – am besten vor dem Kauf die Inhaltsstoffe nachlesen.

Neben dem erwähnten Tryptophan liefert Schokolade auch den glücklich machenden Stoff Phenylethylamin. Der wird sonst nur produziert, wenn man verliebt ist.

Schokolade als Schlankmacher?

Schokolade enthält viel Zucker und Fett und zählt damit zu den hochkalorischen Nahrungsmitteln. 100 Gramm Vollmilchschokolade liefern 531 Kalorien, 100 Gramm Zartbitterschokolade mit 70 Prozent Kakaoanteil 520 Kalorien. Trotzdem konnten Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die häufig Schokolade aßen, seltener an Übergewicht litten.Eine von der Universität Granada durchgeführte Auswertung der Gesundheitsdaten sowie Ernährungsgewohnheiten von knapp 1.500 Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren zeigte diesen Effekt auf.

Bei der Analyse von Süßigkeitenverzehr und Körperfett stellten die Forscher*innen Verblüffendes fest: Diejenigen, die häufig Schokolade aßen, waren schlanker als der Durchschnitt. Sie verfügten über weniger Körperfett, hatten eine dünnere Fettschicht unter der Haut und um die Organe herum. Auch BMI und Taillenmaße fielen geringer aus.

Es wird angenommen, dass Katechine als Inhaltsstoffe der Kakaobohne dabei eine Rolle spielen. In Bezug auf Körperfett könnten diese sekundären Pflanzenstoffe die Insulinempfindlichkeit der Zellen erhöhen und damit Übergewicht und Typ-2-Diabetes vorbeugen. 

In Bezug auf gesundes Körpergewicht gilt generell die Empfehlung, dass eine ausgewogene Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung der beste Weg ist, Normalgewicht zu erreichen und zu halten.

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Schokolade: So gesund ist die dunkle Versuchung

von www.lifeline.de

Schokolade macht nicht nur glücklich sondern auch gesund: Je dunkler sie ist, desto besser!

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